Eritrea

Landwirtschaftliches Aufbauprojekt für Dürreopfer

Ein Drittel der Bevölkerung Eritreas, das im Nordosten Afrikas am Roten Meer liegt, leidet unter Hunger und Mangelernährung. Extreme Hitze und geringer Niederschlag lassen vielerorts wenig Nahrung gedeihen. Aber auch Abholzung und Überweidung, die von Menschen verursacht sind sowie eine zerstörte Infrastruktur aufgrund des langjährigen Krieges mit dem Nachbarland Äthiopien (1961-1991) haben Anteil an den schlechten Lebensbedingungen. Durch die anhaltende Trockenheit und die unsichere politische Lage ist daher eine Versorgung mit Nahrung und sauberem Trinkwasser in vielen Teilen des Landes kaum gegeben.

Um das Leid der Menschen vor Ort zu mindern, haben wir von 2000-2008 die Verteilung von Hochenergienahrung (DMK) an untergewichtige Kinder sowie schwangere und stillende Frauen durchgeführt. Als untergewichtig und demnach bedürftig gelten Kinder dann, wenn sie weniger als 80% des WHO-Standartgewichts aufweisen. Ermittelt haben wir dies an Gesundheitsstationen über Wachstums- und Gewichtskontrollen, denen sich eine medizinische Untersuchung, Impfung und Nahrungsmittelverteilung anschloss. Die Durchführung dieser lebenserhaltenden Maßnahmen übernahm unser Projektpartner Vision Eritrea - eine eritreische Hilfsorganisation, mit der wir seit Jahren erfolgreich und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Von der Hilfeleistung, die vom Auswärtigen Amt und dem Eritrea Hilfswerk unterstützt wurde, haben bislang an die 100.000 Menschen in den Regionen Northern und Southern Red Sea Zone, Gash Barka und Debub Zone profitiert. 2008 ist unser langjähriges DMK-Projekt bedauerlicherweise zum Erliegen gekommen! Grund hierfür sind die stark gestiegenen Lebensmittelpreise, die eine Finanzierung und Wiederaufnahme des Projekts erst einmal unmöglich gemacht haben. Wir hoffen, dass wir unsere Nahrungsmittelnothilfe bald wieder aufnehmen können! Bis dahin konzentrieren wir uns in Eritrea auf unser landwirtschaftliches Aufbauprojekt, mit dem wir nach administrativen Verzögerungen im Frühjahr 2009 beginnen konnten. Das Projekt zielt auf die Verbesserung der Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung. Anhand einer Bedarfsanalyse durch Vision Eritrea wurden die Dörfer Abi Adi und Adi Itay in der Region Debub Zone für die Umsetzung des Projekts ausgewählt.


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