Eritrea

In der extrem trockenen Debub Zone ist die Versorgungslage besonders dramatisch; sie gilt als Region mit dem höchsten Bedarf an sauberem Trinkwasser. Die auf Nachhaltigkeit angelegte Hilfestellung umfasst den Bau eines Mikrodammes und eines Wasserversorgungssystems zum Bewässern von Feldern und zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie landwirtschaftliche Schulungen für einen effizienten Anbau. Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch Vision Eritrea und das Landwirtschaftsministerium der Debub Zone. Zusammen mit der Bevölkerung der beiden Dörfer haben sie anhand der Bedarfsanalyse gemeinsame Lösungsansätze entwickelt. Das Zusammenwirken aller Maßnahmen ermöglicht den bislang von Nahrungsmittelhilfe abhängigen Menschen, ihre mangelhafte Versorgungslage zu überwinden. Projekte dieser Art, die Vision Eritrea bereits in anderen Krisenregionen Eritreas durchgeführt hat, zeigen große Erfolge. Es könne sogar Überschüsse des Erwirtschafteten auf lokalen Märkten verkauft werden.

Im Frühjahr 2009 konnte nun der Spatenstich für den Mikrodamm gesetzt werden. Im ersten Schritt wurde der Stausee ausgehoben und der Mikrodamm aus gestampfter Erde und Steinen errichtet. Hierdurch wird der Regen am schnellen Abfließen gehindert und staut sich in der Vertiefung. Ein Bild davon konnten sich Dr. Gangolf Seitz (Vorstandsmitglied) und Andreas Schönemann (Projektleiter) von Terra Tech während einer Projektreise Anfang Februar 2010 machen. Der Damm, durch den sich Wasser gestaut hat, findet sich innerhalb einer völlig ausgedörrten Landschaft in einer angelegten Vertiefung. Hier ist nach monatelanger Trockenzeit immer noch Wasser vorzufinden ist, was ein tolles Ergebnis ist. Das Wasser, das sich hier während der letzten Regenphase im Sommer 2009 seeartig gesammelt hat, versickert nach und nach im Boden und speist die umliegenden, zum Teil Kilometer entfernten Brunnen mit Grundwasser. Die Brunnen, die bis vor Anlegen des Dammes im April 2009 komplett ausgetrocknet waren, sind lebensnotwendig für die Bewohner der umliegenden Dörfer Abi Adi und Abi Itay. Vor allem Kinder suchen die Brunnen zum Wasserholen und Viehtränken auf. Mit Rindern und Ziegen sammeln sie sich um einen Brunnen und ziehen mit flinken Händen das kostbare Nass in Kanistern aus dem Grund. Wenige Meter davon entfernt bestellen Dorfbewohner einige Felder, wo vor einigen Monaten noch karger Boden war.

Bitte helfen Sie uns bei der Verbesserung der Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorung für die Menschen in der Debub Zone!