Peru

Einkommen schaffende Maßnahmen für Kunsthandwerker

Das peruanische Kunsthandwerk ist eines der abwechslungsreichsten und reichhaltigsten ganz Lateinamerikas. Es entwickelte sich vor mehr als 5.000 Jahren und beschäftigt heute fast eine Million Menschen, darunter Weber, Keramiker, Goldschmiede und Maler. Einer der wichtigsten Herstellungsorte von Körben und Dekorationsprodukten aus Schilf in Handarbeit ist das Dorf Grocio Prado in der südperuanischen Region Ica. Für die hier lebenden Menschen bildet das Kunsthandwerk den wichtigsten Familienunterhalt. Zur Zeit gibt es in Grocio Prado 300 familienbetriebene Werkstätten, die sich in Verbänden organisiert haben. Ihre Produkte verkaufen sie an verschiedenen Kunsthandwerkermärkten und Läden in Lima sowie an mehreren Stränden während der Sommerzeit (Januar bis März).

Als Peru im August 2007 von einem schweren Erdbeben erfasst wurde, kam die Arbeit der Kunsthandwerker vollständig zum erliegen. Das Beben zerstörte hier 60 % aller Häuser – darunter die Werkstätten und Werkzeuge der Handwerker. Die ohnehin einkommensschwachen Bewohner des Dorfes sind seitdem umso mehr auf strukturelle Hilfe angewiesen.

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