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Foto: Freiwillige ernten ein Feld in Äthiopien ab

Abdulaziz Aragie, Geschäftsführer der äthiopischen Hilfsorganisation Kelem, half bei einem Ernteeinsatz für betroffene Kleinbauern im Nordosten Äthiopiens. Er beschreibt seine Eindrücke:

„Als ich mit anderen Freiwilligen auf der Farm ankam, waren die Gesichter der Bauern voller Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit. Sie waren stark von der Invasion der Wüstenheuschrecken betroffen und kämpften darum, alles zu retten, was sie konnten. Die Landwirte legten die Sorghumpflanzen nieder und bedeckten diese mit ihren eigenen Blättern, um sie vor den Heuschrecken zu verstecken.

Wir begannen die Pflanzen auf dem Boden abzuernten. Ich war sehr schockiert, dass ein großer Teil des Sorghums nicht gereift war und ein Teil bereits von den Heuschrecken angefressen wurde. Ich fragte den Besitzer des Hofes, warum wir diesen größtenteils beschädigten und unreifen Sorghum ernten sollten. Er antwortete mit einem Gesicht voll Trauer und verlorener Hoffnung, ich sollte alles einsammeln. Er würde dann die wenigen reifen und unbeschädigten Früchte heraussammeln und die unreifen und beschädigten Teile als Futter für sein Vieh verwenden.

Nach dem Ernteeinsatz wurde ich von einem Journalisten interviewt. Er fragte mich, welche Folgen solche Schäden für die Kleinbauern haben könnten. Ich antwortete ihm: ‚Sie verstehen die Situation besser, wenn ich ein Beispiel aus der Wirtschaft verwende. Stellen Sie sich vor, was es für einen Arbeitnehmer bedeutet, dessen Lebensunterhalt ausschließlich vom monatlichen Gehalt abhängt, und der plötzlich ein Jahr lang ohne Gehalt mit seiner Familie überleben muss. Was bedeutet es für ihn?‘ fragte ich zurück. Die Herausforderung der Landwirte, die ihre Ernte verlieren, ähnelt der eines Arbeitnehmers, der gezwungen ist, ein Jahr lang ohne Gehalt oder Verdienst zu leben.

Ich bin der Meinung, dass die Kleinbauern, deren Farm durch die Heuschreckeninvasion beschädigt wurde, von Armut und Hunger bedroht sind. Es sei denn, sie werden bis zu ihrer nächsten Ernteperiode mit der benötigten Hilfe unterstützt.“.

 

Gemeinsamer Einsatzfall vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft
TERRA TECH beteiligt sich am gemeinsamen Einsatzfall von Aktion Deutschland Hilft.

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Weitere Links zum Thema:
Ostafrika - Heuschrecken


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