Hilfe braucht Ideen

Foto: Mädchen lachend in Sierre Leone - Link zum Spendenformular

Foto: Gruppe von Menschen in traditionellen Gewändern bei einer Schulung

Seit Mitte Juni 2016 engagieren wir uns gemeinsam mit dem Partner Development and Health World Wide (DAHW) für Lepra erkrankte Menschen im Distrikt Menz Weya in Äthiopien. Der Aufbau einer Mikrokreditorganisation und die Förderung einkommensschaffender Maßnahmen erhöhen die wirtschaftliche Selbstständigkeit der Betroffenen und führen zu größerer gesellschaftlicher Akzeptanz.

Leben mit Lepra stigmatisiert
Jedes Jahr erkranken mehrere hunderttausend Menschen neu an der Infektionskrankheit Lepra. Jeder zehnte Patient ist ein Kind. Für die Betroffenen bedeutet die Erkrankung ein großes Problem, denn sie werden oftmals stigmatisiert und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund engagieren wir uns in Äthiopien.

Hilfe durch Mikrokreditorganisation
Mittels einer Förderung von Aktion Deutschland Hilft wurde von den Betroffenen eine Mikrokreditorganisation gegründet. Um eine feste Anlaufstelle zu haben, ist der Bau eines Büros geplant. Die Mitglieder dieser neuen Organisation sparen gemeinsam Geld und vergeben Kredite für einkommensschaffende Maßnahmen, wie den Kauf von Geräten und Saatgut für Landwirtschaft oder den Aufbau von Kleinhandel. So können an Lepra erkrankte Menschen wieder in die wirtschaftliche Selbstständigkeit finden. Neben einem gesteigerten Selbstwertgefühl wird auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Erkrankten erhöht. Schulungen zu den Themen Bewusstsein für Geld und Verwalten des angesparten Vermögens gewährleisten die Nachhaltigkeit des Projektes.

Große Reichweite des Projekts
Die direkte Zielgruppe des Projekts besteht bisher aus 44 an Lepra erkrankten Menschen. Darunter befinden sich zwölf Frauen und 32 Männer. Auch die Familien der Betroffenen profitieren von den Schulungen ihrer Angehörigen. Die Betroffenen generieren nun selbst Einkommen und müssen nicht mehr mitversorgt werden. Somit sind rund 200 Personen in der indirekten Zielgruppe. Zudem führen die einkommensschaffenden Maßnahmen zu einem höheren Angebot auf den lokalen Märkten, wovon auch die erweiterten Dorfgemeinschaften profitieren.

Erste Erfolge und weiteres Vorgehen
Zum Projektstart wurden zusammen mit lokalen Expert_innen zunächst Trainingsmaßnahmen mit den Mitgliedern der Mikrokreditorganisation durchgeführt. Nun stehen noch der Bau des Büros und der Gewinn weiterer Mitglieder aus. Die benötigten Materialien für den Bau wurden bereits angeschafft und auch auf dem Sparkonto zeichnen sich erste Erfolge ab: Gemeinsam konnte bereits ein Betrag von 434€ angespart werden.


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