Hilfe braucht Ideen

Foto: Mädchen lachend in Sierre Leone - Link zum Spendenformular

zweigeteiltes Bild: links ist ein gezeichneter Motorroller zusehen, rechts sind sieben indische Straßenkinder aus einem Slum in Mumbai abgebildet

Seit Jahren engagiert sich unser Partner All India Institute of Local Self-Government (AIILSG) für Menschen in den Slums von Mumbai. Wichtige Schützlinge sind Straßenkinder. Diese Kinder und ihre Familien leben am Rande der Gesellschaft. Hier berichtet Ashaya über ihr Leben.

Mein Name ist Ashaya. Ich komme mit meiner Familie vom Land, vor einigen Jahren sind wir nach Mumbai in die Großstadt gezogen, damit meine Eltern Geld verdienen können. Das hat leider nicht geklappt und ein schönes Haus haben wir auch nicht bekommen. Wir leben zu fünft in einer winzigen Hütte. Genau wie unsere Nachbarn. In der Hütte ist es eng, draußen ist es oft laut und chaotisch. Es gibt kaum Platz zum Spielen. Gekocht, gegessen, und gebadet wird meist im Freien auf der Straße. Da es nur wenige Toiletten gibt, verrichten wir die Notdurft oft in einer Ecke, das stinkt fürchterlich. Das Trink- und Kochwasser müssen wir von weit her holen, oft ist es braun und riecht nicht gut. Viele Menschen, vor allem die Kinder, sind oft krank. Außerdem müssen viele meiner Freunde helfen, Geld für ihre Familien zu verdienen. Ich kenne einige, die sich bei der harten Arbeit schwer verletzt haben. Viele Kinder gehen auch nur kurz zur Schule oder werden erst gar nicht eingeschult.

Spiel, Spaß und eine Perspektive
Aber es ist nicht alles schlecht. Seit einiger Zeit gehe ich mit meinen Freunden in ein „Lernen-mit-Spaß-Zentrum“ des All India Institute of Local Self-Government (AIILSG). Dort kann ich zeichnen, malen und töpfern so viel ich will. Und manchmal denken wir uns Geschichten aus, die wir uns gegenseitig erzählen. Das ist so toll. Wir haben viel Spaß dabei und lachen viel. Spaßig sind auch die Puppentheater und gemeinschaftlichen Gesänge, mit denen uns die Sozialarbeiter_innen über Themen wie Hygiene, gesunde Ernährung und Gesundheit informieren. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, sich die Hände immer gut zu waschen. Davon erzähle ich zuhause auch meinen Eltern. Außerdem haben die Sozialarbeiter_innen meinen Eltern geholfen, meine Geschwister und mich für die Schule zu registrieren. Ich darf in die Schule, bald geht es los. Ich bin so aufgeregt. Hoffentlich finde ich dort noch neue Freunde. In der Schule werde ich besonders gut aufpassen, denn ich möchte viel lernen und später eigenes Geld verdienen.

Ausweitung der Hilfe
AIILSG möchte das Angebot für Straßenkinder ausweiten. Daher soll ein Klassenzimmer auf Rädern eingerichtet werden. So können auch Kinder erreicht werden, die vertrieben werden und sich häufig neue Schlafplätze suchen müssen. Dieser Wunsch, die Anschaffung eines Motorrollers mit allen Lern- und Spielmaterialien, kostet rund 5.000 Euro.


Weitere Links zum Thema: