Hilfe braucht Ideen

Foto: Mädchen lachend in Sierre Leone - Link zum Spendenformular

Foto: Ein Mann und mehrere Frauen einer Mikrofinanz-Gruppe sitzen an einem Tisch

Aufgrund der Wetterphänomene El Niño und La Niña kommt es in Westkenia neben starken saisonalen Regenfällen zu immer ausgeprägteren und länger andauernden Trockenzeiten. Die Auswirkungen auf das Leben der großteils von Subsistenzlandwirtschaft abhängigen Bevölkerung sind drastisch. TERRA TECH engagiert sich mit verschiedenen Maßnahmen vor Ort.

Schulungszentrum
Starke Regenfälle und Überschwemmungen verwüsten frisch bepflanzte Felder, das Ausbleiben von Regenfällen lässt viele Pflanzen vertrocknen. Dies führt zu Ernteausfällen und sprunghaftem Ansteigen der Lebensmittelpreise. Seit November 2014 errichten wir deshalb in Ahero zusammen mit der örtlichen Bevölkerung, unserem lokalen Partner Center for International Voluntary Service (CIVS) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein landwirtschaftliches Schulungszentrum mit integriertem Wassermanagement. Das langfristige Ziel dieses Projektes ist es, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegen die Auswirkungen von Wetterphänomenen und Klimawandel zu stärken. So wird nachhaltig die Nahrungsmittelversorgung sichergestellt und die Familien sind im Stande, ihr Haushaltseinkommen zu steigern. Im Zentrum angebotene Schulungen vermitteln Techniken des Ackerbaus und Verfahrensweisen zur Gewinnung von Saatgut, außerdem werden die Möglichkeiten einer effizienten Bewässerung und des Trinkwassermanagements aufgezeigt.

Nothilfe für Aidswaisen
Angeschlossen an das Schulungszentrum führt TERRA TECH gemeinsam mit dem kenianischen Partner „Center for International Voluntary Service“ (CIVS) Schulspeisungen für Aidswaisen durch und betreut Kinder in einem Kindergarten. Die Folgen starker Unterernährung sind für Kinder besonders verheerend. Nicht nur das Risiko zu sterben ist deutlich erhöht, auch zeigen Untersuchungen, dass unterernährte Kinder unwiderrufliche Schäden in der Entwicklung davontragen. Die Formel 30 Euro = 30 Tage ohne Hunger fasst die Projektkosten eindrücklich zusammen und zeigt, wie schon kleine Beiträge viel bewirken können.

Wasserversorgung und Trinkwasser
Um die Wasserversorgung in der Trockenzeit sicherzustellen, wurden Wasserrückhaltebecken angelegt. Diese fangen in regenreichen Zeiten das Wasser auf und speichern es wie ein Schwamm im Boden. Dies hat zur Folge, dass sich der Grundwasserspiegel lokal dauerhaft anhebt und eine Versorgung mit sauberem Wasser für mindestens 5000 Personen ganz jährlich gewährleistet ist. Aus umliegenden Teichen wird dabei unmittelbar kein Wasser entnommen. Stattdessen wurde (unter Einhaltung von 150m Mindestabstand) ein Tiefbrunnen angelegt. Die im Boden vorhandenen, natürlichen Sandschichten können somit ihre Filterleistung entfalten und der Bevölkerung steht auf diese Weise dauerhaft sauberes Wasser zur Entnahme zur Verfügung. Einige der Rückhaltebecken fungieren außerdem gleichzeitig als Fischzuchtteiche. Der dort gezüchtete Fisch kann auf Märkten gewinnbringend verkauft werden, die Einnahmen sichern den Betrieb und die Instandhaltung des Ressource-Centers.

Bisher haben bereits 200 Menscheneinen direkten Anschluss an das Bohrloch. Weiter wurde ein Wasserkiosk eingerichtet, der Menschen im Umkreis von 5 Kilometern zur Versorgung dient. Hier wird Wasser verkauft, der Erlös fließt in die Erhaltung des Ressource-Centers und der angeschlossenen Wasserversorgung. Die Preise für die Wasserabgabemenge legt dabei ein selbstverwaltetes Wasserkomitee fest, um die Wasserversorgungen finanziell abzusichern So kann das Komitee für Instandsetzungen aufkommen, falls beispielsweise eine Pumpe kaputt geht oder eine neue Leitung verlegt werden soll.

Schulungen und nachhaltige Versorgung mit Nahrungsmitteln
Das Ressource Center ist in drei miteinander verwobene Bereiche unterteilt: Die Schulungsfarm inklusive Gewächshaus, das Schulungszentrum und den Bereich des Wassermanagements. Bindeglied ist das Wasser, welches einerseits zur Bewässerung der Schulungsfarm und des Gewächshauses dient und andererseits die Trinkwasserversorgung sichert. Auf der Schulungsfarm werden verschiedene Feldfrüchte wie z.B. Tomaten (¾ der Anbaufläche), Süßkartoffeln, Zwiebeln, Soja Miito, Bananen und Mangos sowie Papayas, Spinat und Orangen angebaut. Auf den Feldern wird der Anbau unterschiedlicher Feldfrüchte in verschiedener Fruchtfolge getestet, außerdem erfolgt eine Mischbepflanzung. Diese Tests geben Aufschluss über Ertragsreichtum, Nachhaltigkeit und Bodenbeschaffenheit vor Ort und gewährleisten sowohl die unmittelbare, als auch langfristige Versorgung.

In diesem Sinne stehen Trainings im Fokus des Schulungszentrums. In deren Rahmen haben bereits 550 Mitglieder der Dorfgemeinschaft Schulungen zum Anbau landwirtschaftlicher Produkte erhalten, sowie an Workshops zum Thema Unternehmensgründung und Finanzierung teilgenommen. Zudem können Schulungsteilnehmer Setzlinge und Saatgut, das auf der Schulungsfarm gewonnen wird, zu vergünstigten Preisen kaufen. Mithilfe des Pflanzguts kann das erlernte Wissen direkt auf den eigenen Feldern umgesetzt werden. Erfreulicherweise wenden 95% der Schulungsteilnehmer das erlernte Wissen auf ihren Feldern an und pflanzen Gemüse und Früchte, sowie Obstbäume, die der Dürre trotzen. Darüber hinaus, nehmen auch Schüler umliegender Schulen an den Schulungen teil und vermitteln das dort gewonnene Wissen an ihre Familien oder wenden es selbst an. Im Kontext der betriebswirtschaftlichen Schulung werden die Teilnehmer über Verkaufsstrategien, sowie die Vorteile von Klein-Krediten und längerfristigem Sparen aufgeklärt. Die Neueröffnungsrate von Konten bei der lokalen Bank weist auf eine stark ansteigende Nutzung seitens der Zielgruppe hin.

Computerschulungen und Berufsvorbereitung
Gute Computerkenntnisse sind auch in Kenia Voraussetzung für viele Berufe außerhalb des Landwirtschaftssektors. Gerade in ländlichen Gegenden sind IT-Kenntnisse und der Zugang zu Computern aber sehr begrenzt. Im Vergleich zur Stadtbevölkerung geraten junge Menschen vom Lande daher ins Hintertreffen. Um diese Wissenslücken zu schließen und die Chancengleichheit zu erhöhen, wurde das Schulungszentrum um einen Bereich für Computerschulungen erweitert. Insgesamt entstanden zwei Schulungsräume, ein Lehrerzimmer sowie weitere Verwaltungsräume. Seit dem Frühjahr 2019 haben hier schon rund 300 junge Menschen erfolgreich Kurse absolviert.

Weitere Vorteile des Zentrums
Um die Betriebskosten des Ressource Centers zu decken wird es unter anderem auch zu privaten Zwecken oder für Schulungen und Gemeindeaktivitäten vermietet. Durch diese Einnahmen ist eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit gegeben, die es ermöglicht bis zu 200 Waisen mit mindestens zwei Mahlzeiten am Tag zu versorgen. Alle Menschen die das Center besuchen, haben dort außerdem die Möglichkeit zu Duschen und hygienische Toiletten zu benutzen. Darüber hinaus bekommen die dort versorgten Kinder durch Hygieneschulungen beigebracht sich z.B. regelmäßig die Hände zu waschen, was die Ausbreitung von Krankheiten minimiert.

 

Weitere Links zum Thema:


Unterstützen Sie unsere Arbeit:

TERRA TECH Förderprojekte e.V.
Sparkasse Marburg-Biedenkopf
IBAN: DE46 5335 0000 0000 0444 40
BIC: HELADEF1MAR


 240px-Kenya on the globe Africa centered.svg


- Ganzjährige Wasserversorgung

- Nachhaltige Wassernutzung

- Landwirtschaftliche Schulungen


 So hilft Ihre Spende!

- 1 Gartengerät: 5 €

- 10 Bananen-Setzlinge: 25 €

- Regenwassertonne mit Rohrleitungen: 50 €


 

button-spende


Unsere Partner

civs logo

logo bmz

logo dpwv allgemein

 

 240px-Kenya on the globe Africa centered.svg


- Ganzjährige Wasserversorgung

- Nachhaltige Wassernutzung

- Landwirtschaftliche Schulungen


 So hilft Ihre Spende!

- 1 Gartengerät: 5 €

- 10 Bananen-Setzlinge: 25 €

- Regenwassertonne mit Rohrleitungen: 50 €


 

button-spende


Unsere Partner

civs logo

logo bmz

logo dpwv allgemein