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In den westlichen Industrieländern lässt sich eine Ohrenentzündung schnell behandeln und ist kaum der Rede wert. Im globalen Süden haben derlei leichtere Erkrankungen schwerwiegende Konsequenzen. Und neben gesundheitlichen Folgen gibt es auch soziale Auswirkungen. Abgesehen davon, dass die Erkrankungen schmerzhaft sind führen sie nicht selten zu lebenslanger Taubheit.

Soziale Einschränkungen
Kinder, die an Hörbehinderungen leiden, sind nur eingeschränkt in der Lage, am Schulunterricht teilzunehmen. Sie verlieren den Anschluss in der Schule, zu ihrer Peergroup und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Im Erwachsenenalter haben Hörgeschädigte oftmals Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche und Probleme, die eigene Lebensgrundlage zu sichern. In Nepal wird deutlich, dass Hörbehinderungen und Armut in Zusammenhang stehen.

Mangel an Behandlungsmöglichkeiten
Abgesehen von einem Fachkrankenhaus für Ohrenerkrankungen in der Hauptstadt Kathmandu gibt es kaum entsprechende Fachkrankenhäuser in Nepal. Daher entsendet unser lokaler Partner International Nepal Fellowship (INF) schon seit zehn Jahren Ärzt_innen in abgelegene Regionen, um Menschen mit Hörbehinderungen zur Hilfe zu kommen und jenen Krankheiten vorzubeugen. Diese Maßnahmen reichen jedoch nicht aus, um allen Menschen gerecht zu werden.

Neue Ohrenklinik
Das neue Krankenhaus, welches in Pokhara Ende 2015 fertiggestellt wurde, ist eine Reaktion auf diese prekäre Lage. Es erhöht die Chancen auf eine gerechte und erfolgreiche Behandlung entscheidend. Ausgestattet mit modernen Geräten und Fachkräften ermöglicht es die Behandlung für alle sozialen Schichten. Seit der Einweihung konnten bereits über 10.000 Patient_innen behandelt werden. Neben der Behandlung von Patient_innen werden Spezialist_innen geschult und ausgebildet, die in der Zukunft den Kampf gegen Ohrenkrankheiten aufnehmen. Ein Team von Fachkräften führt künftig in entlegenden Dörfern Vorsorgeuntersuchungen, Hörtests, Beratungen und einfache Behandlungen durch. Außerdem werden Gesundheitstrainings in Schulen organisiert. So kann die Häufigkeit von lebenslangen Ohrproblemen deutlich reduziert werden. Auch wird die Stigmatisierung der Erkrankten verringert, und ihre Beschäftigungsaussichten steigen. Ein Hörtest kostet einen Euro!

 

Weitere Links zum Thema:

Nepal - Mutter-Kind-Gesundheit
Nepal - Katastrophenvorsorge


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