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Foto: Freiwillige ernten ein Feld in Äthiopien ab

Bedrohliche, dunkle Wolken, kahle Felder und verzweifelte Kleinbauern - dies sind die Bilder der Heuschreckenplage in Ostafrika. TERRA TECH stellt 15.000 Euro Soforthilfe für Saatgut und Notfallernährung zur Verfügung.

Verzweifelte Lage vor Ort
„Als ich dort ankam, waren die Gesichter der Bauern voller Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit. Sie waren stark von der Invasion der Wüstenheuschrecken betroffen und kämpften darum, alles zu retten, was sie konnten,“ so beschreibt Abdulaziz Aragie seine Eindrücke aus dem Nordosten Äthiopiens. Wie viele weitere Freiwillige leistete der Geschäftsführer unseres lokalen Partners Kelem Erntehilfe für Kleinbauern. Denn diese stellen sich dem verzweifelten Kampf gegen die Plage oft mit einfachsten Mitteln. In der Region Amhara verwendeten die Menschen nur Schall, um die Heuschrecken zu stören.

Zerstörte Ernten

Seit Monaten werden Teile Äthiopiens sowie der Nachbarländer Somalia und Kenia, aber auch Indien und Pakistan, von einer Heuschreckenplage heimgesucht. Für die Kleinbauern und ihre Familien ist dies eine Katastrophe. Sie wurden ihrer Lebensgrundlage beraubt. Vielen wurden die Felder nahezu komplett leer gefressen. „Wer zumindest einen Teil der Ernte retten wollte, war gezwungen, die Pflanzen (Mais und Sorghum) teils im unreifen Zustand abzuernten,“ so Aragie. So konnte zwar etwas vor den Heuschrecken gerettet werden. Dieses wenige taugt aber meist nur noch als Viehfutter.

Schwerste Plage seit Jahrzehnten
Presseberichte sprechen von einem Ereignis biblischen Ausmaßes. Laut einem Sprecher der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) kann ein Heuschreckenschwarm von mittlerer Größe die gleiche Menge Lebensmittel vertilgen, wie die ganze Bevölkerung Kenias. Allein in Ostafrika sind derzeit rund 12 Millionen Menschen von einer drohenden Nahrungsmittelknappheit betroffen, ein Anstieg dieser Zahl wird befürchtet. Für Äthiopien ist es die schlimmste Lage seit 25 Jahren. „Ich habe in meiner Arbeit schon Dinge wie kleine Erdbeben, starke Regenfälle und Überflutungen gesehen, aber nichts davon war wie diese Heuschreckeninvasion,“ sagt Nuru Mohammed Seid, Projektkoordinator von Kelem.

Hilfe dringend nötig
Ein Ende ist nicht in Sicht. Starke Regenfälle und Überschwemmungen bieten den Heuschrecken gute Brutbedingungen. Schätzungen zufolge wird diese Lage aufgrund der anstehenden Regenzeiten bis in den Sommer 2020 anhalten. UN-Vertreter mahnen daher schnelle, internationale Hilfe bei der Bekämpfung der Krise an, ansonsten könne sich das Ausmaß der Krise enorm verstärken. Schon jetzt scheinen sich die Heuschreckenschwärme auch in Richtung weiterer Länder wie Südsudan und Uganda zu bewegen. Mit Blick auf die Kleinbauern in Äthiopien sagt Aragie: „Die Kleinbauern sind von Armut und Hunger bedroht, es sei denn, sie werden bis zu ihrer nächsten Ernteperiode mit der benötigten Hilfe unterstützt.“ Hier setzten die Verteilungen von TERRA TECH und Kelem an. 25 Euro kosten Saatgut und Notfallernährung für eine fünfköpfige Familie. Mit den 15.000 Euro Soforthilfe können 600 Familien versorgt werden, insgesamt sind im Projektgebiet aber rund 9.400 Familien auf Hilfe angewiesen.

Gemeinsamer Einsatzfall vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft
TERRA TECH beteiligt sich am gemeinsamen Einsatzfall von Aktion Deutschland Hilft.

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Weitere Links zum Thema:
Zerstörte Felder und hoffnungslose Gesichter


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