Hilfe braucht Ideen

Foto: Mädchen lachend in Sierre Leone - Link zum Spendenformular

Foto: Eine Gruppe von Kindern steht vor einer Wellblechhütte

Aus Indien warnt unser Partner AIILSG aufgrund von Corona vor sehr negativen Folgen für Kinder. Während weltweit ältere Menschen als anfälliger für Covid-19-Herausforderungen gelten, haben in Indien die jungen Altersgruppen aufgrund von extrem schlechten Gesundheitszuständen, Unterernährung und damit verbundenen Ansteckungsraten ihre eigenen Anfälligkeiten. Zu den Herausforderungen, die sich aus dem Ausbruch von Covid-19 ergeben, gehört auch die steigende Gewalt gegen Kinder.

Quellen zufolge steigt der Konsum von Kinderpornografie in Indien um 95% und die Suche nach Videos über Gewalt gegen Kinder um 200%.

Herausforderung und innovative Konzepte
AIILSG musste keine Projekte aufgrund von Corona-Einschränkungen unterbrechen. Alle bestehenden Aktivitäten konnten in angepasster Form fortgesetzt werden. Die Besiedlung ist in vielen Landesteilen ziemlich dicht. So können die Sozialarbeiterinnen, die sich um benachteiligte Familien in ihren Vierteln kümmern, den Kontakt zu ihren Schützlingen leicht halten. Auch ohne die Ausgangssperre zu verletzen. Der enge Kontakt zwischen Sozialarbeiterinnen und den betreuten Familien ist wichtig. Denn die Frauen helfen beim Zugang zu staatlichen Diensten, wie  der Gesundheitsversorgung. Eine besondere Rolle kommt dabei Mobiltelefonen zu. Viele Familien verfügen über diesen verhältnismäßig billigen Kommunikationskanal. Sie sind daher täglich erreichbar und Probleme und Bedürfnisse werden schnell erkannt. Es wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein, dass sich die Welt vom Corona-Virus oder ähnlichen gesundheitlichen Problemen bedroht sieht. Daher nutzt AIILSG die momentane Situation, um die Kapazität des Teams auszubauen und Innovationen zu entwickeln. „Dabei entstanden bereits einfache, innovative Plakate und Karten zum Thema Covid-19. Sie sind selbst für Kinder und Analphabeten leicht verständlich,“ erklärt Beutell. Auf dem neuen Material werden Themen wie Gefährdung durch Corona, Hygienemaßnahmen und Prävention anschaulich dargestellt. Außerdem werden die Karten und Plakate eingesetzt, um Krankheitssymptome abzufragen.

Hilfe für nomadischen Familien
Bereits vor dem Ausbruch des Corona-Virus bereiteten AIILSG und TERRA TECH ein gemeinsames Projekt vor. Dessen Zielgruppe, nomadische Familien, braucht nun noch dringender Hilfe. „Denn die Familien im vorgeschlagenen Projektgebiet sind mit einer schweren Nahrungsmittelkrise konfrontiert. Sie hungern und brauchen dringend Unterstützung,“ so Beutell. Ein lokales Team von AIILSG identifizierte 190 Familien, die dringend Lebensmittel benötigen. Bisher konnten die ersten 70 Familien für 15 Tage versorgt werden. Ein Hilfspaket enthält 5kg Reis, 10kg Getreide zur Herstellung von Rotis (Brot), 2kg Straucherbsen, 1kg Speiseöl und Gewürze. Weitere 120 Familien warten noch auf Hilfe. Die Kosten sind mit rund 7,50 Euro pro Familie verhältnismäßig gering.

Maßnahmen, wie diese, müssen nun dringend unterstützt werden, um auch in schlechter aufgestellten Regionen der Welt die Corona-Pandemie einzudämmen und deren Auswirkungen abzumildern. Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Einsatzfall vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft
TERRA TECH beteiligt sich am gemeinsamen Einsatzfall "Corona-Nothilfe weltweit" von Aktion Deutschland Hilft.

Weitere Links zum Thema:

 


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