Hilfe braucht Ideen

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Foto: Dr. Shirley mit medizinischen Mitarbeiter_innen

Ich bin Shirley Heywood. Ich stamme aus Großbritannien und lebe seit 2003 in Nepal. Ich bin unverheiratet und meine Familie, meine Mutter, mein Bruder und meine Schwester sind in Großbritannien.

Ich bin Gynäkologin und seit 1985 Mitglied des Royal College of Obstetricians and Gynaecologist. Ich habe Medizin studiert, weil ich als Ärztin in Nepal arbeiten wollte, nachdem ich einen Gebetsbrief über das medizinische und pflegerische Bedürfnis in Nepal gelesen hatte. Nach der Ausbildung und Spezialisierung bin ich für drei Jahre nach Pakistan gegangen, dann für acht Jahre nach Papua-Neuguinea. Dabei war das Ziel, Erfahrungen in der Lehre zu sammeln- In Papua-Neuguinea war ich Dozentin für verschiedenste Ausbildungsgrade, von paramedizinischen Mitarbeitern wie Pfleger_innen und Sanitäter_innen, bis hin zu Medizinstudent_innen und Personen, die in Masterprogrammen studierten. Nach Nepal kam ich 2003 als Freiwillige bei der Organisation International Nepal Fellowship (INF). Meine Stellenbeschreibung sah vor, mit Regierungsbehörden in der am wenigsten entwickelten Region des Mittleren Westens zusammenzuarbeiten. Mir wurde bewusst, dass Behandlungsmöglichkeiten für Frauen, die unter Geburtsfisteln leiden benötigt wurden. Geburtsfisteln sind Folgen einer Geburtsverletzung, die zu einer fortdauernden lebenslangen Harninkontinenz führt. Infolge dessen habe ich ein Programm entwickelt, welches auf die Problematik von Fisteln aufmerksam macht und in dessen Rahmen Frauen mit Fisteln behandelt werden. Seit 2009 operierten wir zehn Jahre lang in provisorischen Feldkliniken. Seit 2018 haben wir dank TERRA TECH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Fistelzentrum mit eigenem Operationssaal und 17 Betten und können das ganze Jahr über Frauen behandeln.

Es ist wunderbar, Frauen zu sehen, die jahrelang in erbärmlicher Isolation gelebt haben, und die dann nach der Operation trocken nach Hause gegangen sind und aufgeregt waren, ein neues Leben zu führen. Es ist schwer, die Enttäuschung zu sehen, wenn Operationen nicht erfolgreich sind, da einige der Verletzungen so schrecklich sind, dass es unmöglich ist, Frauen wieder ein normales Leben zu ermöglichen.

Ich arbeite weiterhin mit dem staatlichen Krankenhaus zusammen und gebe und erhalte Unterstützung. Dies ist manchmal eine Herausforderung, aber es ist eine großartige Gelegenheit, junge Ärzte und Krankenschwestern zu unterrichten. Wir unterstützen das Krankenhaus auch in anderen Bereichen, insbesondere dabei, Menschen zu betreuen, die sich die notwendige Behandlung selbst nicht leisten können.

Ich genieße meinen Job. Es ist immer eine Herausforderung und ich glaube, dass es Arbeit ist, für die mir Gott die Fähigkeiten und Gaben gegeben hat. Mein christlicher Glaube ist meine Motivation und er stützt mich, wenn das Leben hart ist.

Ich bin sehr froh, dass das Fistelprogram gut etabliert ist und dass das Fistelzentrum auch lange nachdem ich in Rente gegangen bin, eine Quelle für Hilfe sein wird. Meine größte Herausforderung besteht nun darin, einen oder zwei nepalesische Ärzt_innen auszubilden, um weiterhin Fisteloperationen durchführen zu können. Ich bin froh, dass es Ärzt_innen gibt, die hier lernen wollen. Ich möchte sie ausbilden, eine ganzheitliche Betreuung zu leisten – Frauen mit Fisteln brauchen mehr als eine Operation, sie brauchen Hilfe, um Depressionen zu überwinden und sie benötigen möglicherweise Hilfe, um sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Die Herausforderung besteht nun darin, Geburtsfisteln in Nepal auszurotten, so wie in westlichen Ländern.

Weitere Links zum Thema:

Nepal - Mutter-Kind-Gesundheit


 


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