Nur wenige Sehbehinderte gehen zur Schule

In Tansania sagen die Behörden der jungen Bevölkerung ausreichend Schulplätze zu. Doch die Zahlen widersprechen dem: Die Abbruchquoten sind hoch, viele Kinder haben keinen Zugang zu Bildungsangeboten. Insbesondere für sehbehinderte Kinder gestaltet sich der Schulbesuch schwierig. Von etwa fünf Millionen Menschen mit Sehbehinderung sind nur 1 % in Schulen eingeschrieben.

Die Geschichte der Mwereni Schule

Die 1943 gegründete Mwereni Schule fokussiert sich seit 1989 darauf, blinde und von Albinismus betroffene Kinder zu unterrichten. Nach einem Finanzierungsstopp im Jahr 1996 wurde die Schule vernachlässigt. In den letzten zehn Jahren wurden dank externer Geldgeber*innen rund zwei Millionen Euro gesammelt. Damit wurden Teile der Schule renoviert. So konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Heute besuchen wieder Sehbehinderte die Schule

Die Schule beherbergt heute 700 Schüler_innen, darunter 80 mit körperlichen Beeinträchtigungen wie Blindheit, Xeroderma Pigmentosum (XP) und Albinismus. Die letzten beiden Beeinträchtigungen verringern ebenfalls das Sehvermögen. Etwa 15% der Schülerschaft sind körperlich eingeschränkt, eine 15-fach höhere Quote im Vergleich zu anderen Schulen in Tansania. Die Mwereni Schule ist die einzige Einrichtung im Land, die diese Kinder aufnimmt.

Warum eine unabhängige Stromversorgung wichtig ist

In der Vergangenheit haben Stiftungen und NGOs Solarpanels installiert. Sie sorgen zumindest für eine grundlegende Stromversorgung. Damit können zum Beispiel Wasserpumpen betrieben werden. Nun ist das Ziel, die elektrische Selbstversorgung auszubauen und sich völlig vom unzuverlässigen nationalen Stromnetz zu lösen. So werden nicht nur laufende Kosten gesenkt, sondern auch eine stabile und nachhaltige Stromversorgung für die Schule gesichert.

Blinde Schüler*innen im Sport inkludieren

Auch blinde Schüler*innen sollen an sportlichen Aktivitäten in der Schule teilnehmen können. Dafür werden spezielle Sportmaterialien beschafft. Das Bundesweite Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung (blista) in Marburg steht dabei beratend zur Seite.

Was konkret gebraucht wird

Um eine sichere Stromversorgung und angepasste Sportangebote für Schüler*innen zu erreichen, wird folgendes benötigt: 12 Solarpanels, 18 Batterien, Fortbildungen für die Lehrer*innen und spezielles Sportequipment. Dabei kommen 13.500 Euro Kosten zusammen. Unterstützen Sie die Schule und ihre Schüler*innen mit Ihrer Spende!

Spendenkonto:

TERRA TECH
Stichwort: Lichtblicke für Moshi
IBAN: 
DE46 5335 0000 0000 0444 40 (Sparkasse Marburg-Biedenkopf)