Vier Jahre an der Seite der Menschen.
Vier Jahre nach der Eskalation am 24. Februar 2022 ist der Konflikt für Millionen Menschen in der Ukraine bittere Realität. Was für viele hier zu einer Nachricht unter vielen geworden ist, bestimmt dort noch immer jeden einzelnen Tag.
Mehr als 5,9 Millionen Menschen sind aus der Ukraine geflüchtet. Über 3,7 Millionen gelten als Binnenvertriebene. Mehr als 15.000 Zivilistinnen und Zivilisten wurden getötet, über 41.000 verletzt. Rund 10,8 Millionen Menschen sind weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 2,2 Millionen Kinder.
„Im fünften Jahr nach der Eskalation des Konfliktes lesen sich diese Zahlen fast routiniert. Doch für die Menschen in der Ukraine ist nichts daran Routine. Jede Zahl steht für ein Schicksal, das bis heute von Unsicherheit und Ängsten geprägt ist“, sagt ZinZar Mon, die bei TERRA TECH die Projektverantwortliche für die Ukraine ist.
Von der Soforthilfe zur langfristigen Stabilisierung
Unsicherheit, Verlust, Vertreibung. Seit Februar 2022 begegnen wir diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen. Flexibel, bedarfsgerecht und mit dem klaren Ziel, Menschen nicht nur kurzfristig zu entlasten, sondern langfristig zu stärken.
„Was mit akuter Nothilfe begann, hat sich weiterentwickelt. Neben Lebensmittel- und Hygienepaketen stehen heute psychosoziale Unterstützung, Einkommenssicherung und nachhaltige Perspektiven im Fokus,“ erklärt Mon. „Unsere Projekte reichen von frontnahen Regionen in Kherson und Kharkiw über Zaporizhzhia bis nach Kyiv und Dnipro. Dort, wo die Belastung besonders hoch ist, bleiben wir präsent.“
Nothilfe dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird
In besonders betroffenen Gebieten sichern wir weiterhin die Grundversorgung vulnerabler Haushalte. So wurden in den letzten Jahren bereits:
- 100 Familien in der Region Kherson durch Lebensmittelpakete kurz vor Weihnachten unterstützt;
- 565 Lebensmittelkits und 1.284 Hygienekits in Kherson und Kharkiw verteilt;
- Ältere alleinstehende Menschen, Binnenvertriebene, Familien mit Kindern und Menschen mit Behinderungen wurden dabei gezielt berücksichtigt.
Unsere Hilfe passt sich flexibel an neue Fluchtbewegungen und veränderte Frontverläufe an. So konnten Maßnahmen kurzfristig ausgeweitet oder verlagert werden.
Seit 2022 wurden im Rahmen unserer landesweiten Nothilfe mindestens 3.000 besonders vulnerable Menschen direkt erreicht. Die Zahl steigt kontinuierlich.
Psychosoziale Unterstützung und medizinische Hilfe
Neben materieller Hilfe spielt psychosoziale Begleitung eine zentrale Rolle. Denn die sichtbaren Zerstörungen sind nur ein Teil der Realität. Viele Wunden bleiben unsichtbar.
„Nach der Zerstörung des Kakhovka-Staudamms unterstützen wir betroffene Familien in Kherson und umliegenden Regionen. Ein Zentrum in Dnipro betreut monatlich bis zu 100 Familien mit psychologischer Beratung, Gruppenangeboten und Kinderprogrammen“ sagt Mon.
Zudem wurden Krankenhäuser und Rehabilitationszentren in Dnipro und Zaporizhzhia ausgestattet.
Das Projekt wurde bis März 2026 verlängert. Die Belastung für Familien bleibt hoch, insbesondere für Kinder.
Perspektiven schaffen. Einkommenssicherung stärken.
Mit fortschreitender Kriegsdauer wird deutlich: Menschen brauchen nicht nur Soforthilfe, sondern Perspektiven.
In der Oblast Zaporizhzhia unterstützten wir:
- 25 Imkerhaushalte mit Bienenstöcken und Ausstattung
- 300 Haushalte mit Geflügelstarterkits
- Über 700 Teilnehmende in Schulungen zur Selbstständigkeit
Rund 82 Prozent der Teilnehmenden waren Frauen.
91 Prozent bewerteten die Trainings als sehr hilfreich.
Aktuell bereiten wir die Verteilung von 50 Gewächshäusern in der Region Kherson vor. Die Projekte ermöglichen Selbstversorgung, reduzieren Abhängigkeit von externer Hilfe und schaffen Einkommensperspektiven in frontnahen Regionen.
Danke für Ihre Unterstützung
All das wäre ohne Ihre Solidarität nicht möglich. Ihre Spenden ermöglichen schnelle Nothilfe, psychosoziale Begleitung und nachhaltige Einkommensperspektiven für Familien in der Ukraine.
„Solidarität endet für uns nicht nach einem Jahr. Und auch nicht nach vier. Solange die Not anhält, stehen wir an der Seite der Menschen, gemeinsam mit Ihnen und unseren lokalen Partner*innen“, sagt Mon.
Auch im fünften Jahr des Konfliktes bleibt unsere Unterstützung notwendig und unsere Haltung klar. Wir bleiben.
Spendenkonto:
TERRA TECH
Stichwort: Nothilfe Ukraine
IBAN: DE46 5335 0000 0000 0444 40 (Sparkasse Marburg-Biedenkopf)














