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Ansha sitz an einem Tisch und erzählt ihre Geschichte

Ansha aus Äthiopien wächst als einziges Mädchen unter zehn Geschwistern in Lafto auf. Ihre Eltern besitzen einen Laden und investieren in die Schulausbildung ihrer Tochter. Ansha ist gut in der Schule und möchte nach dem Abschluss der High-School studieren und ihre Eltern und den Laden unterstützen.

Es kommt jedoch anders, als sie es sich vorgestellt hat: in der High-School fällt sie trotz ihrer regelmäßigen Anwesenheit und ihres Engagements durch alle Prüfungen und verliert somit die Chance auf einen Schulabschluss. Damit ist Ansha nicht alleine. Viele ihrer Freunde flüchten ohne Schulabschluss auf der Suche nach gut bezahlten Jobs ins Ausland, um ihre Familien finanziell unterstützen zu können.

Ansha möchte jedoch bei ihrer Familie in Äthiopien bleiben und nimmt somit jeden Job an, ganz gleich wie schlecht dieser bezahlt wird. Trotzdem reicht dies nicht zum Überleben aus. Somit entscheidet sie sich aus finanziellen Gründen für eine Ehe, aus der zwei Kindern hervorgehen. Diese Ehe ist jedoch nicht von Dauer und der Vater entzieht sich jeder Verantwortung für die Kinder.

Von Schleppern erfährt sie, wie gut es ihren Freunden im Ausland aufgrund deren Jobs gehe. Sie hält dem Druck der illegalen Migration stand und unterschreibt einen legalen zweijährigen Arbeitsvertrag als Haushaltshilfe in Saudi-Arabien. Davon erhofft sie sich, dass sie ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen kann. Bei Anshas Ankunft in Saudi-Arabien werden ihr Pässe und Dokumente weggenommen. Ihr wird zusätzlich mitgeteilt, dass sie deutlich weniger Geld, als vertraglich vereinbart, bekommt. Daher lebt sie zwangsweise zwei Jahre illegal in Saudi-Arabien und kommt schließlich mit wenig Geld nach Hause zurück. Später sagt sie über diese Zeit, dass sie sich wie die persönliche Sklavin der Hauseigentümer gefühlt hat.

Um die (vor-)schulische Ausbildung ihrer Kinder finanzieren zu können, entschließt sie sich letztendlich zu einer illegalen Flucht ins Ausland. Diese geht Ansha mit der Hilfe von Schleppern an. Auf der Flucht erlebt sie furchtbare Dinge; aus Angst vor Vergewaltigungen kann sie nachts nicht schlafen, sie muss zusehen, wie ihrer Freund_innen auf der Flucht ertrinken, verhungern oder zurückgelassen werden. Als eine von wenigen schafft sie es nach Saudi-Arabien und arbeitet dort sechs Jahre lang unter unmenschlichen Bedingungen.

Sie kehrt nach Äthiopien zurück und sagt, dass sie nie wieder illegal im Ausland arbeiten und leben will. Daher arbeitet sie jetzt bei ihren Eltern im Laden und verkauft dort Kaffee, um ihre eigene Familie irgendwie versorgen zu können.

Über einen Sozialarbeiter ist sie auf ein Projekt von KELEM und TERRA TECH aufmerksam geworden. Im Rahmen dieses Projekts berichtet Ansha jungen Menschen von ihren Erfahrungen, damit diese nicht das gleiche Schicksal erleiden müssen wie sie.


Weitere Links zum Thema:
Äthiopien - Bildung


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