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Hansa Sahakari, 49, lebt mit seiner sechsköpfi gen Familie, seiner Frau Dalli, zwei Töchtern und zwei Söhnen, im Dorf Rupsa. Rupsa ist eines der ärmsten und abgelegensten Dörfer im Bezirk Kalikot in Nepal. Bis zur nächsten Straße sind es acht bis neun Stunden zu Fuß. Der Weg nach Rupsa ist äußerst gefährlich, er besteht aus vielen Klippen und ist schmal und steil.

Bedrohung durch Naturkatastrophen
Die Lage des Dorfes am Hang eines hohen Hügels macht es sehr anfällig für Erdrutsche. Während des letzten Monsuns kamen 13 Menschen durch einen Erdrutsch ums Leben. Ernten wurden vernichtet, Häuser und das Trinkwassersystem beschädigt, Wege überflutet.

Geringe Ernte
Hansa besitzt ein kleines Stück Land (etwa 0,1 Hektar), auf dem die Familie Mais, Reis und Weizen anbaut. Das urbare Land ist aufgrund der steilen Topographie und fehlender Bewässerungssysteme knapp. Die Lebensmittel, die die Familie produzieren kann, reichen nur drei bis vier Monate. „Ich habe ein paar Hühner, zwei Ziegen und einen Büffel. Wir verkaufen Butter aus Büffelmilch und die Hühner. Das hilft uns, etwas Geld zu verdienen. Aber es reicht nicht für den Lebensunterhalt meiner Familie. Daher arbeite ich in der Wintersaison in Indien“, beschreibt Hansa.

Katastrophenvorsorge und neue Anbaumethoden
Der Familienvater nimmt am “Community Resilience and Development Project” von INF Nepal und TERRA TECH teil. Das Projekt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Menschen im Umgang mit Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels zu stärken. Zu diesem Zweck wurden Selbsthilfegruppen (SHGs) gegründet. Zunächst werden die Mitglieder darin geschult, lokale Katastrophenrisiken zu erkennen, im Falle einer Katastrophe Ersthilfe zu leisten und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Das Projekt fördert auch die Bildung einer Task Force und die Erarbeitung von Notfallplänen auf Gemeindeebene. Um den Folgen des Klimawandels zu begegnen, werden Trainings zu verbesserten landwirtschaftlichen Techniken angeboten. Hansa hat sich der SHG angeschlossen, die in seinem Dorf gegründet wurde. „Ich habe etwas über Fruchtfolgen und Anbauperioden gelernt und kann nun auch organische Pestizide herstellen, die uns bei der Schädlingsbekämpfung helfen,“ berichtet Hansa von den Schulungen.

Hoffnungsvolle Zukunft
Seit den ersten Trainingseinheiten sind die Zielgemeinden sehr ermutigt. „Ich danke INF Nepal und TERRA TECH von ganzem Herzen, dass sie mit ihrer Hilfe in eine so abgelegene Gemeinde wie unser Dorf gekommen sind. Wir sind sehr hoffnungsvoll, dass das Projekt uns helfen wird, künftige Katastrophe zu bewältigen und unsere allgemeine Lebensgrundlagen zu verbessern“, sagt Hansa zuversichtlich.

 


Weitere Links zum Thema:
Katastrophenvorsorge Nepal


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